Theologie-Systematisch
Sakramentenlehre
0. Einführung
Einteilung-Texte

"Unter 'Sakramenten der Toten' versteht die katholische Schuldogmatik die Sakramente,
die - nach schwerer Sünde - die Rechtfertigungsgnade mitteilen, also Taufe, Buße, gege-
benenfalls Krankensalbung; 'Sakramente der Lebenden' sind die übrigen, sofern sie ih-
rem Wesen nach den 'Stand der Gnade' voraussetzen und ihn vertiefen sollen. 'Individu-
elle' Sakramente sind alle, die dem persönlichen Heilsstand des Empfängers gelten, 'so-
ziale' Sakramente sind solche, die Gnade in spezieller Ausrichtung auf die Erfüllung ei-
ner Aufgabe gegenüber anderen Menschen mitteilen, also Weihe und Ehe. - Es ist deut-
lich, daß nach Luther alle Sakramente 'individuelle' und 'Sakramente der Toten' sind."

(O.H. PESCH, Hinführung zu Luther, Mainz 32004, 172 Anm. 78)