(Augustinus, ver. rel. 39,72)
(J. Ratzinger, Glaube-Wahrheit-Toleranz. Das Christen-
tum und die Weltreligionen, Freiburg 2. Aufl. 2003, 128)
(J. Ratzinger, Glaube-Wahrheit-Toleranz. Das Christen-
tum und die Weltreligionen, Freiburg 2. Auf.
2003, 68)
(J. Ratzinger, Glaube-Wahrheit-Toleranz. Das Christen-
tum und die Weltreligionen, Freiburg 2. Auf.
2003, 54)
"das Wahrheitsdunkel ist die eigentliche
Not des Menschen. Es verfälscht unser
Tun und bringt uns gegeneinander auf, weil wir mit uns selbst im Unreinen,
uns
selbst entfremdet sind, abgeschnitten vom Grund unseres Wesens, von Gott.
Wenn Wahrheit sich schenkt, bedeutet dies Herausführung aus den Entfremdungen
und damit aus dem Trennenden; Aufleuchten des gemeinsamen Maßstas,
der keiner
Kultur Gewalt antut, sondern jede zu ihrer eigenen Mitte führt, weil
jede letztlich Erwartung von Wahrheit ist. Das bedeutet nicht Uniformierung,
im Gegenteil nun
erst, wenn dies geschieht, kann Gegensatz zu Komplementarität werden,
weil alle,
vom zentralen Maßstab geordnet, nun ihre je eigene Fruchtbarkeit entfalten
kön-
nen. Das ist der hohe Anspruch, mit dem der
christliche Glaube in die Welt ge-
treten ist. Aus ihm folgt die innere Verpflichtung, alle Völker in die
Schule Jesu
zu schicken, weil er die Wahrheit in Person und damit der Weg des Menschseins
ist."
(J. Ratzinger, Glaube-Wahrheit-Toleranz. Das
Christen-
tum und die Weltreligionen, Freiburg 2. Auf.
2003, 55f)