Theologie-Systematisch
Theologische Anthropologie
§ 5. Der >ursprüngliche< Mensch:
Heil und Gerechtigkeit
Texte-Gerechtigkeit


"Die Gerechtigkeit... besteht in der Gleichförmigkeit mit Christus, die zugleich
Freiheit und die Bindung nach den wahren Maßstäben der Freiheit ist
."

(P. Benedikt XVI., Die Beziehung zwischen Paulus und Petrus. General-
audienz am 1. Oktober 2008, in: L'Osservatore Romano 40/2008, 3)

"Dieses also... scheint die Gerechtigkeit zu sein, dass jeder das Seinige verrichtet."

(Plato, Politeia 433b)

"In Wahrheit war... die Gerechtigkeit... nicht an den äußeren Handlungen...
sondern an der
wahrhaft inneren Tätigkeit in Absicht auf sich selbst und das
Seinige, indem einer nämlich
jegliches in ihm nicht Fremdes verrichten lässt
noch die verschiedenen Kräfte seiner Seele
sich gegenseitig in ihre Geschäfte einmischen, sondern jeglichem sein wahrhaft Angehöriges beilegt und sich
selbst beherrscht und ordnet und Freund seiner selbst ist und... auf al
le Wei-
se einer wird aus vielen, besonnen und wohl gestimmt..."


(Plato, Politeia 443c-e)
Sich um das Seinige kümmernd, wird der Gerechte auch angesichts des ihn umge-
benden Frevels froh sein, "wenigstens selbst rein von Ungerechtigkeit und unhei-
ligen Werken das gegenwärtige Leben hinzubringen und beim Weggang daraus
in guter Hoffnung ruhig und zuversichtlich zu scheiden"


(Plato, Politeia 496de)